Technologische Trends im Bereich IoT

[Interview] Technologische Trends im Bereich IoT, Zukunftsperspektiven und neue Herausforderungen für die SMART-BUILDING-Branche

Inhaltsverzeichnis

 

 

Gespräch mit Emmanuel François, Präsident der Smart Buildings Alliance

 

Die Sommerakademie 2019 der SBA ist kürzlich in Brüssel zu Ende gegangen. Was waren die wichtigsten Erkenntnisse, welche bemerkenswerten Entwicklungen gab es und wie werden die Stadt und die Gebäude von morgen letztendlich aussehen?

 

E.F. Die Gebäude und die Stadt von morgen werden in der Tat weder in ihrer baulichen Gestaltung noch in ihrer Nutzung noch etwas mit denen von heute zu tun haben.

Diese6. Ausgabe der Sommeruniversitäten hat uns deutlich gezeigt, dass die Bauwerke und Gebäude der Zukunft offener und vielseitiger sein werden. Fertigbauweise und modulare Bauweise werden zunehmend an Bedeutung gewinnen, mit Hochhäusern, die in 6 bis 12 Monaten errichtet werden können, und Schulen in 4 bis 6 Wochen! Einer der wichtigsten Trends im Bereich Smart Building, der sich bestätigt ,ist die gemeinsame Nutzung von Räumen, die Bündelung von Ressourcen, die Reversibilität, Co-Living, Co-Working…Wir treten nun wirklich in das Zeitalter des „Co“ ein. Auch die Mobilität bleibt nicht zurück: Wir erleben die Entstehung neuer Parksysteme, wobei auch hier der gemeinsamen Nutzung ein wichtiger Platz eingeräumt wird.

 

Ist Frankreich beim Thema nachhaltiges Bauen seinen europäischen Nachbarn und anderen Ländern im Allgemeinen voraus?

 

E.F.Frankreich scheint bei der Revolution im Bereich des nachhaltigen Bauens etwas hinterher zu hinken, insbesondere im Vergleich zu den nordischen Ländern, Deutschland und den Niederlanden, vor allem was das Umweltbewusstsein angeht. Auch die USA schneiden in diesem Bereich recht gut ab, da in den letzten Jahren ein Boom mehrerer Akteure zu beobachten ist, wie der Werdegang des Unternehmens Katerra zeigt – das moderne Technologie in allen Phasen der Planung und des Baus von Gebäuden einsetzt – und das nach nur vier Jahren seit seiner Gründung einen Umsatz von fast einer Milliarde Dollar erzielt. Das Vereinigte Königreich hingegen ist dank der weit verbreiteten Nutzung von BIM im Bereich der vorgefertigten Off-Site-Bauweise führend.

In Frankreich sind die größten Hindernisse organisatorischer Natur. Die Prozesse gebäudeleittechnik stark „in Silos“ unterteilt, und es besteht eine echte Verwässerung der Verantwortlichkeiten. Das Thema wird in Frankreich zudem zentralistischer gehandhabt als in anderen Ländern, und individuelle Initiativen sind seltener und schwieriger umzusetzen.

 

Und was ist mit der Digitalisierung?

 

E.F. Frankreich hingegen ist bei der Anwendung der digitalen Revolution auf den Bausektor führend.

Wir gehören zu den Ländern mit den meisten Start-ups in diesem Bereich, was dazu beiträgt, die Branche voranzubringen. Das französischer Standard R2S – Ready2Services –, ein Gütesiegel, das das Engagement der Akteure der Baubranche im Bereich vernetzter und kommunikierender Gebäude würdigt, trägt seit 2012 ebenfalls dazu bei.

Die Etablierung des BOS – Building Operating System – als zentraler Datenknotenpunkt und Eckpfeiler des Smart Building hat sich bei den letzten Sommerakademien als Frankreichs größte Stärke in diesem Bereich herausgestellt.

 

Welche wichtigen IoT- und Technologietrends haben sich gerade bei den letzten Sommeruniversitäten herauskristallisiert?

 

E.F. Die beobachteten Trends gehen in Richtung immer offenerer Systeme, die offene APIs und standardbasierte, interoperable Systeme integrieren – und das natürlich zu geringeren Kosten. Insbesondere LoRa reiht sich in diesen Ansatz ein. Die Koexistenz von privaten LAN-Netzwerken (Local Area Network) und öffentlichen WAN-Netzwerken (Wide Area Network) wird immer häufiger und ist zunehmend gefragt.

Es zeichnen sich große Herausforderungen ab, insbesondere durch die Einführung von 5G in den USA und weltweit, die dank der geringeren Latenzzeiten zahlreiche Dienste und Berufsfelder grundlegend verändern wird.

Im Bereich der vernetzten Geräte setzen sich autonome drahtlose Lösungen – beispielsweise über Funk – zunehmend durch. Auch die Ortung vernetzter Geräte wird immer beliebter, da sie bei Anwendungen mit mehreren Nutzern und Verwendungszwecken die Verfolgung der Daten eines Objekts ermöglicht und eine entsprechende Abrechnung für jeden Nutzer erlaubt.

 

Auf welches System sollte man sich letztendlich konzentrieren, um den Übergang zu neuen intelligenten und nachhaltigen Gebäuden erfolgreich und effizient zu gestalten? Mit anderen Worten: Wie sieht die Zukunft der Branche aus?

 

E.F. Der Schlüssel liegt in der Einführung eines ganzheitlicheren Ansatzes, der von einem Dienstleister getragen wird, der für den reibungslosen Ablauf des von ihm betreuten Projekts bürgt. Unsere Organisationen sind noch zu stark in Silos unterteilt, was nicht dazu führt, dass die an Projekten im Bereich gebäudeleittechnik beteiligten Akteure in die Verantwortung genommen werden.  

Das Entstehen neuer Berufe wie beispielsweise des Gebäudetechnikers führt zu einer neuen Organisationsform, in der das Gebäude – gemäß der Vision des R2S-Referenzrahmens – zu einer Dienstleistungsplattform wird. Die gesamte Gebäudeinfrastruktur wird dabei so ausgelegt , dass die Datennutzung maximiert wird, um eine optimierte Energieeffizienz und ein erweitertes Dienstleistungsangebot zu erreichen.

Für den IoT-Sektor besteht die Herausforderung daher darin, die Nutzung der übertragenen Daten zu maximieren, insbesondere durch deren gemeinsame Nutzung. So können beispielsweise dieselben erfassten Daten gleichzeitig für Anwendungen in den Bereichen Sicherheit, Raumoptimierung und Mobilität genutzt werden.

So erweitert sich das Smart Building zur Smart City. Was im Rahmen des Gebäudes konzipiert wird, wird auf das Stadtviertel und die Stadt ausgeweitet…

 

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