
SMART Cities: ein notwendiger Wandel
Heute leben in Frankreich 82 % der Einwohner in städtischen Gebieten und mehr als die Hälfte davon direkt im Stadtzentrum*. Im Jahr 2019 verbrauchen die 21 weltweiten Megastädte (Städte mit einer Einwohnerzahl von über 10 Millionen) allein 60 bis 80 % des weltweiten Bedarfs**. Diese demografischen und verhaltensbezogenen Daten, die in den letzten Jahrzehnten exponentiell gestiegen sind, zwingen die Städte unaufhaltsam dazu, sich in Richtung mehr Nachhaltigkeit zu entwickeln.
Auch die Bestimmungen des französischen Rechts zielen auf dieses Ziel ab. Zu den jüngsten Maßnahmen zählen die Anfang 2019 von der Regierung veröffentlichten mehrjährigen Energieprogramme (PPE), die die Grundlage für die Energiezukunft Frankreichs in den kommenden Jahren bilden sollen (im Rahmen der Nationalen Strategie für eine kohlenstoffarme Wirtschaft – SNBC –, die die Maßnahmen und Hebel für die erfolgreiche Umsetzung dieser neuen grünen Wirtschaft festlegt).
Vor diesem Hintergrund entstand 2010 das Konzept der Smart Cities. Es steht für die Optimierung städtischer Räume, Einrichtungen und Dienstleistungen mit dem Ziel, die Lebensqualität, die Sicherheit und die Mobilität der Nutzer im Einklang mit den verfügbaren Umweltressourcen zu verbessern. Es stützt sich auf den Einsatz technologischer Fortschritte und die Erhebung von Daten, um den Regierungen eine optimierte Entscheidungsfindung zu ermöglichen.
Die zentrale Rolle des Gebäudes in der Smart City
Gebäude spielen in der Smart City eine zentrale Rolle: Energieverbrauch, Heizung und Beleuchtung sind heute zentrale Herausforderungen.
Der Wohnungsbau und das Bauwesen im Allgemeinen sind die größten Energieverbraucher pro Kopf, wobei laut Ademe die Heizung (mit 59 %) an erster Stelle steht, gefolgt von Strom (21 %) und Warmwasser (13 %).***
So liegt einer der wichtigsten Schwerpunkte beim Aufbau der Smart City in der energetischen Sanierung städtischer Gebäude. Zwar sind die Modernisierung der Anlagen, die Verbesserung des Betriebs und die Sensibilisierung der Bevölkerung zentrale Elemente, doch bildet die Erhebung zuverlässiger und aussagekräftiger Daten die Grundlage dieser Arbeit.
Die Datenübertragung wird somit durch die Kombination von Sensoren mit langer Betriebsdauer, leistungsfähigen drahtlosen Netzwerken sowie Anwendungen zur Datenvisualisierung und -verwaltung ermöglicht . Um es mit den Worten des amerikanischen Autors und Theoretikers Peter Drucker zu sagen : „What gets measured gets managed“ („Was effektiv gemessen wird, kann auch effektiv gesteuert werden“).
Zu den wichtigsten Anwendungsbeispielen in der Smart City zählen die Überwachung der CO₂-Emissionen, der Temperatur und Luftfeuchtigkeit in Böden und Gebäuden, die Erkennung von Leckagen in Fabriken, die Überwachung des Füllstands von Abfallcontainern sowie das Parkplatzmanagement …
Die Überwachungslösungen von Enless Wireless bieten für die meisten dieser Probleme eine Lösung. Weitere Informationen finden Sie unter https://enless-wireless.com/.
Im Fokus: anerkannte Smart Cities:
Das Online-Medium „Smart Cities World“, das sich mit Smart Cities und intelligenter Infrastruktur befasst, führt in seiner Top-3-Liste der Smart Cities die städtischen Netzwerke von Singapur, London und Barcelona auf .
Singapur ist bekannt für seine Bemühungen um eine vereinfachte Mobilität, mehr Sicherheit und Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit.
Das Beispiel von Barcelona zeigt, dass durch die Einführung des IoT in der Stadt (für Datenerfassungszwecke) 47.000 Arbeitsplätze geschaffen wurden. So konnte die Stadt beispielsweise bei der Wasserwirtschaft Einsparungen in Höhe von 42,5 Millionen Euro erzielen.
Das Vereinigte Königreich zeichnet sich zudem durch sein allgemeines Engagement für eine nachhaltige Umgestaltung seiner Städte aus. London und Bristol (2017 im Smart City Index ausgezeichnet) haben ihre inter- und intraurbane Anbindung bzw. Mobilität optimiert; sie haben ihre Infrastrukturen unter Berücksichtigung quantitativer und qualitativer demografischer Veränderungen neu konzipiert und sich für eine bessere Datenintegration eingesetzt. Allerdings übt die mit dem Brexit verbundene Instabilität in dieser Region einen deutlichen finanziellen Druck aus. So wird bis Ende 2019 ein Rückgang der staatlichen Investitionen um etwa 36 % erwartet; dies wird sich zweifellos auf das Tempo der Entwicklung der Städte hin zu nachhaltigen städtischen Gebieten auswirken.
Große Herausforderungen
Die weltweit zunehmende Entwicklung von Smart Cities stellt Regierungen vor neue Herausforderungen. Sie müssen sich nun mit neuen Problemen im Zusammenhang mit der Verarbeitung personenbezogener Daten auseinandersetzen. In diesem Zusammenhang sind Missbräuche bei der Erhebung und Verarbeitung privater Daten sowie bei der Überwachung der Bevölkerung zu beobachten. Das Beispiel des sozialen Profiling in China ist hierfür derzeit das auffälligste.
Auch die Bürger spielen eine Rolle dabei, wie schnell sich Smart Cities entwickeln, denn eine weitere wichtige Herausforderung besteht in der Aufklärung der Bevölkerung, deren Einfluss auf die Verwendung von Steuergeldern nicht zu unterschätzen ist.
* Quelle: Weforum
** Quelle: https://www.openaccessgovernment.org/
*** Quelle: Ademe
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