In Frankreich spielen die Verordnungen BACS (Building Automation & Control Systems) und die Dienstleistungsverordnung eine wesentliche Rolle bei der Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden. Diese Vorschriften schreiben die Installation von Automatisierungs- und Steuerungssystemen sowie die schrittweise Senkung des Energieverbrauchs im Dienstleistungssektor vor. Doch wie sieht es in anderen europäischen Ländern aus? Es gibt mehrere entsprechende Vorschriften, die sich jeweils in den größeren Rahmen der Europäischen Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD) einfügen.
Die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD)
Die EPBD-Richtlinie (Energy Performance of Buildings Directive) bildet die Grundlage für die Energiepolitik im Gebäudebereich in Europa. Sie schreibt den Mitgliedstaaten Anforderungen in Bezug auf Energieeffizienz, Überwachung und Verbrauchsmanagement vor. Die letzte Überarbeitung, die 2023 verabschiedet wurde, verschärft die Verpflichtung zur Installation von Automatisierungs- und Steuerungssystemen für Dienstleistungsgebäude und gleicht damit die nationalen Vorschriften an die Ziele der CO₂-Neutralität an.
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Ein Blick auf einige europäische Länder
Deutschland: die EnEV und die GEG
In Deutschland war die Energieeinsparverordnung (EnEV) die wichtigste Vorschrift im Bereich der Energieeffizienz von Gebäuden. Seit 2020 wurde sie durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) ersetzt, das für Gebäude mit einer Leistung von mehr als 290 kW den Einbau von Energiemanagementsystemen vorschreibt.
Vereinigtes Königreich: Teil L und ESOS
Obwohl das Vereinigte Königreich nicht mehr Teil der EU ist, wendet es mit Teil L der Bauverordnung, der den Energieverbrauch von Gebäuden regelt, ähnliche Maßnahmen an. Darüber hinaus verpflichtet das ESOS-Programm (Energy Savings Opportunity Scheme) große Unternehmen dazu, regelmäßig Energieaudits durchzuführen, um ihren Energieverbrauch zu optimieren.
Spanien: Der CTE und das Klimaschutzgesetz
Spanien stützt sich auf die Technische Bauordnung (CTE), die Anforderungen an die Automatisierung von Energiesystemen enthält. Darüber hinaus legt das 2021 verabschiedete Gesetz über den Klimawandel und die Energiewende ehrgeizige Ziele für die Senkung des Energieverbrauchs in Dienstleistungsgebäuden fest.
Italien: EPBD und Energieeffizienzzertifikate – TEE
In Italien schreibt die europäische EPBD-Richtlinie (Energy Performance of Buildings Directive), die durch das Gesetzesdekret Nr. 48/2020 umgesetzt wurde, insbesondere vor, dass in Nichtwohngebäuden mit einer Leistung von mehr als 290 kW bis 2025 Gebäudeautomations- und Steuerungssysteme (entsprechend dem französischen BACS-Dekret) installiert werden müssen. Parallel dazu sind die Titoli di Efficienza Energetica (TEE) oder „Weiße Zertifikate“ ein Anreizmechanismus, der durchgeführte Energieeffizienzmaßnahmen, insbesondere in Dienstleistungsgebäuden, belohnt, indem er den Betreibern, die messbare Energieeinsparungen erzielt haben, handelbare Zertifikate zuweist. Diese beiden Instrumente tragen aktiv zur Verbesserung der Energieeffizienz des italienischen Gebäudebestands bei.
Niederlande: Der BENG-Standard und das EPC-Label
In den Niederlanden gilt die BENG-Norm (Bijna Energie Neutraal Gebouw), wonach Neubauten nahezu energieneutral sein müssen. Darüber hinaus bewertet der Energieausweis (EPC), der vor Ort als „Energielabel“ bekannt ist, die Energieeffizienz von Gebäuden. Dieses Label stuft Gebäude auf einer Skala von A++ (sehr sparsam) bis G (sehr energieintensiv) ein, ähnlich den in der Europäischen Union verwendeten Klassifizierungen.
Fazit
Während Frankreich die BACS- und Tertiaire-Verordnungen zur Senkung des Energieverbrauchs von Gebäuden umsetzt, haben andere europäische Länder entsprechende Maßnahmen ergriffen, die sich in dieselbe Richtung bewegen. Die Harmonisierung der Vorschriften auf europäischer Ebene, insbesondere durch die EPBD-Richtlinie, verschärft diese Anforderungen und macht Energiemanagementsysteme zu einem wesentlichen Bestandteil der ökologischen Umstellung von Gebäuden.
Der Einsatz von drahtlosen Enless-Sensoren ist eine zentrale Lösung für die Umsetzung dieser Energieeffizienzvorschriften. Diese Geräte spielen eine entscheidende Rolle bei der Überwachung und Optimierung der Energieeffizienz von Gebäuden, indem sie präzise Daten zu Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Energieverbrauch liefern. Dank ihrer langen Batterielebensdauer und der Zuverlässigkeit ihrer drahtlosen Kommunikation helfen Enless-Sensoren Gebäudemanagern dabei, die Vorschriften einzuhalten und gleichzeitig erhebliche Energieeinsparungen zu erzielen.