Die Wahl des richtigen Kommunikationsprotokolls ist für einen systemintegrator ein entscheidender Schritt. Diese technische Entscheidung wirkt sich nicht nur auf die Rentabilität eines Smart-Building-Projekts aus, sondern auch auf den reibungslosen Ablauf der Umsetzung vor Ort. Angesichts der Vielzahl verfügbarer Funktechnologien stehen zwei Standards stets im Mittelpunkt der Architekturen: LoRa Easy und LoRaWAN.
Was sind die tatsächlichen Unterschiede zwischen diesen beiden Kommunikationsarten, und wie lässt sich feststellen, welche für eine gebäudeleittechnik am besten geeignet ist?
Bevor wir näher auf diese beiden Ansätze eingehen, sei zunächst auf eine technische Flexibilität hingewiesen, die unsere Geräte auszeichnet: Die Enless-Sensoren können sowohl im LoRa Easy-Modus als auch im LoRaWAN-Modus kommunizieren. Die Wahl des Protokolls schränktsystemintegrator der Hardware-Bestellung nicht ein. Die Umschaltung erfolgt direkt und physisch am Produkt über einen einfachen Jumper oder einen in die Leiterplatte integrierten Schalter.
Hier finden Sie eine technische Analyse, um die Vorteile der einzelnen Protokolle besser zu verstehen.
LoRa Easy: Proprietäre Einfachheit im Dienste der Integration
LoRa Easy ist ein proprietäres Protokoll, das speziell von Enless entwickelt wurde. Seine Hauptfunktion besteht darin, ausschließlich die Kommunikation zwischen Produkten unseres Ökosystems zu ermöglichen (Enless-Sensoren, die Daten an einen empfänger senden).
Für einen systemintegrator gebäudeleittechnik ist dieser Modus aufgrund seiner sehr praktischen Vorteile die erste Wahl bei kleinen bis mittelgroßen Projekten:
- Eine „Plug & Play“-Implementierung: Das ist der größte Vorteil von LoRa Easy.systemintegrator komplexen Dekodierungsskripte entwickeln. Die von den Sensoren kommenden Datenframes werden vom empfänger nativ dekodiert und automatisch in eine Modbus-Tabelle oder in BACnet-Objekte umgewandelt. Die Zeitersparnis bei der Inbetriebnahme der SPS ist beträchtlich.
- Reichweitenoptimierung: Das LoRa Easy-Protokoll ermöglicht den Einsatz von Signalverstärkern. Diese Funktion wird von Fachleuten sehr geschätzt, da sie die Umgehung physischer Hindernisse in Gebäuden mit dichter Bebauung ermöglicht und so den Einsatz zahlreicher Empfänger und aufwendiger Verkabelungen vermeidet.
- Eine gezielte Kapazität: Ein empfänger ist für die Kommunikation mit maximal 50 Enless-Sensoren ausgelegt.
- Eine kostengünstige Lösung: Mit diesem Modus lässt sich ein stabiles lokales Netzwerk ohne laufende Abonnement- oder Lizenzkosten einrichten.
LoRaWAN: Der offene Standard für Interoperabilität
Im Gegensatz zu unserer proprietären Lösung LoRa Easy ist LoRaWAN ein standardisiertes, offenes und von der LoRa Alliance zertifiziertes Kommunikationsprotokoll. Es wurde entwickelt, damit Sensoren verschiedener Hersteller über ein einheitliches Netzwerk miteinander kommunizieren können.
In einer LoRaWAN-Architektursystemintegrator die Wahl zwischen zwei Modellen:
Privates LoRaWAN: Dieses Modell, das vor allem in gebäudeleittechnik zum Einsatz kommt, sieht die Einrichtung einer gebäudespezifischen Infrastruktur mithilfe von LoRaWAN-Gateways vor, wodurch Abonnementkosten entfallen.
Das öffentliche LoRaWAN: Die Sensordaten werden an betriebene Netzwerke (Antennen von Telekommunikationsanbietern) gesendet. Bei diesem Modell ist für jeden eingesetzten Sensor die Zahlung einer Abonnementgebühr erforderlich.
Das LoRaWAN-Gateway von Enless
Um den Anforderungen großer Baustellen gerecht zu werden, hat Enless ein privates LoRaWAN-Gateway entwickelt. Dieses bietet im Vergleich zum empfänger verschiedene Vorteile:
- Zehnfache Kapazität: Dieses Gateway kann die Daten von 500 Sensoren gleichzeitig verarbeiten.
- Der wahre Vorteil der Interoperabilität: Hier kommt LoRaWAN voll zur Geltung. Das Enless-Gateway verarbeitet nicht nur die Datenpakete unserer eigenen Sensoren, sondern ist auch in der Lage, Daten von Sensoren verschiedener Hersteller zu empfangen und zu verarbeiten. Sosystemintegrator Enless-Raumfühler, Wasserzähler eines anderen Herstellers oder spezielle Präsenzmelder auf einem einzigen Gerät zusammenfassen.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Wenn das Ziel eines systemintegrator , eine mittelgroße Anlage mit etwa fünfzig Sensoren und einer sofortigen Modbus/BACnet-Übersetzung zügig bereitzustellen, ist der LoRa Easy -Modus die richtige Wahl für eine hohe Betriebsleistung. Für ein großes Projekt im Dienstleistungssektor hingegen, das Hunderte von Messpunkten umfasst und bei dem Sensoren verschiedener Hersteller auf derselben Funkinfrastruktur zusammenarbeiten müssen, bietet sich LoRaWAN aufgrund seiner hohen Flexibilität und Interoperabilität als natürliche Lösung an.